Wieder Motorschaden, liegt es vielleicht an mir

Für die Huskys aus Varese mit den 17 Zoll Schuhen. (Na gut, 16,5" vorne is auch OK :-) )

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Hetzer
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Beitrag von Hetzer »

mco hat geschrieben:
Btw, doch Husqvarna muß sich mit den Markt messen, da tummeln sich 119 Mitbewerber, entweder man verkauft über den Preis (wenn billig sieht der geneigte Käufer über Schwächen leichter hinweg) oder über die Qualität, hier sonnt sich Husqvarna im Licht einer Premiummarke, also sollte diese auch mind. so gut sein, wie bei einer Nipponstandartmöre.
Meine Meinung ist, das wenn man sich ein Motorrad mit begrenzten Einsatzmöglichkeiten für weit über 8500€ zulegt, hat man als Kunde Präzision und perfekte Verarbeitung zu erwarten und zu erhalten.


Hach ja - Wunsch und Realität...
Ich bin ja ganz einer Meinung mit dir, was das betrifft, doch Husqvarna scheint da in bester mediterraner Tradition mit anderen italienischen Manufakturen zu stehen, die ebenfalls stoisch am Anliegen der Kunden vorbeiproduzieren... is aber auch wieder ein anderes Thema... :lol:
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SvenA110
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Beitrag von SvenA110 »

Hallo Jungs,

jetzt ist es doch noch eine gute Diskussion geworden.
Danke an alle für die sehr guten Infos.

Beim ersten Motorschaden vermute ich schlechte Pflege und zuwenig Ölwechsel von meinem Vorgänger denn das Mopped war sehr ungepflegt, war im nachhinein vielleicht ein Fehler das Ding zu Kaufen, aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Hab jetzt den Motor auseinander, es ist ein Kolbenfresser und zwar hat das obere Pleuelager leicht blockiert, zumindest läßt sich der Kolbenbolzen von Hand aber sehr schwer ins Pleuel einsetzten, das Lager ist auch ganz dunkel verfärbt. Der Kolbenbolzen an der Stelle, wo er nicht im Pleuel oder Kolben läuft blau.
Der Kolben hat auf der Einlaßseite starke Fressspuren, das Alu hat es über die Ringe gezogen aber auf der Anderen Seite ist das Kolbenhemd einwandfrei, komisch oder.
Im Motorgehäuse ist doch eine kleine Bohrung für die Spritzölschmierung oder?
Es muß meiner Meinung Ölmangel am Kolbenbolzen sein, jetzt stellt sich die Frage warum.
Anbei noch der Link zum Bild:
Bild

Zum Einfahren möchte ich noch anmerken: Ich bin vorletzte Woche in der Schweiz eine 2010 KTM EXC450 gefahren, die war Nagelneu. Jeder konnte das Teil Testen, da wurde überhaupt nichts Eingfahren gesprochen.
Es waren zwei Leute von KTM Schweiz vor Ort da hat niemand von Einfahren geredet, gut war das sicherlich nicht aber kaputt geht die dadurch nicht.

Gruß Sven

:hva:
Hetzer
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Beitrag von Hetzer »

SvenA110 hat geschrieben:
Zum Einfahren möchte ich noch anmerken: Ich bin vorletzte Woche in der Schweiz eine 2010 KTM EXC450 gefahren, die war Nagelneu. Jeder konnte das Teil Testen, da wurde überhaupt nichts Eingfahren gesprochen.
Es waren zwei Leute von KTM Schweiz vor Ort da hat niemand von Einfahren geredet, gut war das sicherlich nicht aber kaputt geht die dadurch nicht.

Gruß Sven

:hva:

Deswegen
würde ich mir nie ne Vorführmaschine kaufen - da orgelt nämlich jeder Hans und Franz drauf rum, wie´s ihm gefällt ("... is ja nich meine..."). Muß nicht unbedingt was bei passieren, aber die Wahrscheinlichkeit, daß man dabei mit Vorschäden rechnen kann, potenziert sich mit der Anzahl derer, die darauf ihre Testfahrten absolvieren.

Zu deiner Husky - Beileid.
Hat die evtl. nachträglich ne scharfe Nocken- oder Kurbelwelle verbaut bekommen, oder wurden sonst irgendwelche Tuningparts wie Kolben oder dergleichen verwendet ?
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mimimimi
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Beitrag von mimimimi »

Ich hatte heute mal eine "Betriebsanleitung" für son kürbiseimer in der Hand...


nur mal so:

+ersten 3h max.7.000 1/min
max. Motorleistung 50%

+ der nächsten 12h max Motorleistung 75%


Dann wäre man schon bei 15h.
Huskyschrauber
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Beitrag von Huskyschrauber »

Das gilt aber für nen kompletten Motor, nicht nur für den Kolben.
Außerdem verschweigen die in der Bedinungsanleitung das die Kisten schon im Werk auf dem Leistungsprüfstand geschunden werden.
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rcharel
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Einfahren, Pleuel blau, Kolbenklemmer, usw

Beitrag von rcharel »

Echt lustig, was man hier alles so lesen tut. Der Motor wird instandgesetzt, neue Lager rein usw...
Kolbenbolzen ist blau, Pleuellager schwergängig...
Also mal zum Start dieses Themas.

Der Motor hatte keine Leistung mehr, und ging im Leerlauf aus, und lies sich nicht mehr starten. Bitte, was ausser den Kolbenringen soll es sein? Ein Kolbenklemmer, und die Ringe stecken fest und können nicht mehr verdichten.
Ja es könnte auch ein Ventilschaden sein, dass aber nur wenn diese den Kolben geküsst haben, also bitte, das ist bei normalem Strassenbetrieb ausgeschlossen, ausser Steuerkette defekt, oder falsche Steuerzeiten (Fehler bei der Montage).

Nun zum Thema einfahren:
Es ist ja klar dass der Zylinder und Kolben hin ist, also beides neu. Und bitte, kommt mir nun nicht damit, einen festgefressenen Zylinder zu honen, das klappt nicht, da eine Ovalität nicht beim Honen rund wird, da muss schon ausgedreht werden.
Also neuer Kolben und neuer Zylinder, in diesem Fall neues Pleuel (mitsamt Lager und Bolzen), wenn der Kopf schon runter ist, Ventile säubern und neu einschleifen, Nockenwellenlagerung überprüfen (wenn man schon von Oelmangel spricht), Kurbelwellenlager erneuern (auch wenn diese eben erst neu waren, nach einem Fresser sind immer Späne drin) sowie alle Dichtungen erneuern. Nun spricht man von einem neuen Motor, was den Brennraum angeht, in anderen Worten, ein Motor, welcher nach der Zerspanung noch nicht auf Betriebstemperatur gebracht wurde, und genau hier passieren die meisten Fehler.
Die Aluteile, werden auf der Drehmaschine, Honbank, usw zerspant, hier entstehen Gefügeveränderungen und Spannungen.
Fährt man nun in gutem Willen den Motor falsch ein, ist das Einfahren für die Katze. Und den Gefügeveränderungen und den Spannungen entgegenzuwirken, fährt man den Motor zirka 10 Minuten gemütlich warm, dass er echte Betriebstemperatur hat. Nun das Wichtigste, nach diesen 10 Minuten, den Motor abstellen, und für zirka 30 Minuten abkühlen lassen. In dieser Zeit(bei der Erwärmung), dehnen sich Kolben und Zylinder, und alle von der Zerspanung hergeführten Gefügeveränderungen sowie die Spannungen werden bei der Abkühlung auf diese Weise eliminiert. In Fachjargon nemmt man solch eine Erwärmung "Glühen".Grosse Teile welche auf Fräsmachinen und Drehmaschinen geschruppt werden, glüht man, damit die Spannungen verschwinden, anschliessend kommt erst der Schlichtvorgang. Kleine Teile, werden zuerst geschruppt, dann geschlichtet, ohne zu glühen, denn da ist der Verzug minimal, trotzdem vorhanden. Und Motorenteile, welche dann einer Temperatur ausgesetzt werden, verziehen sich anfangs enorm, deshalb ist das abkühlen extrem wichtig, nach den ersten Betriebsminuten.
Es ist nicht das Einschleifen der Kolbenringe, oder der Lager, was ein Einfahren benötigt, sondern das Material!!!

Ich fahre seit 28Jahren Motorrad, habe an Husqvarna's geschraubt, nun an Aprilia's, und vorher an meinen Superbike's (Renneinsatz), alle Motoren haben gehalten. Zur Info, ich fahre eine Aprilia SXV550, seit 2 Jahren nur auf der Strecken, und ich habe keine 15 Stunden eingefahren, der Motor hat ettliche Stunden runter, und schnurrt wie eine Katze (lest mal die Probleme im Aprilia Forum http://aprilia-sxv.de, diese hatte ich nicht. Aprilia spricht auch von jeder Menge Stunden Einfahrzeit, dies ist Augenwischerei, damit die Motoren nicht während der Garantie eingehen.

Ihr könnt einen Motor mit dem menschlichem Körper vergleichen:
Wenn man morgens aufsteht, kann man auch nicht gleich einen Sprint laufen, der Körper braucht eine Umstellung und Wärme. Also zuerst Frühstücken, dann raus, warmlaufen, und nun klappt der Sprint.
Das Gleiche, wenn man vom Laufen kommt, ins Bett gehen klappt nicht, nun muss man abkühlen, den Puls runterfahren, und schon klapt es mit dem Schlafen.

So nun noch einiges zum Ende, ich weiss von was ich rede, mein Beruf war es, Teile zu zerspanen, ich habe vom Kupplungsdeckel, zur Radnabe, Kurbelwelle, Gabelbrücken usw alle Teile selbst hergestellt, also bitte nimmt es ernst, die ersten 40 Minuten (10+30 macht 40) sind die wichtigsten im Leben eures Motors. Und dass alle Motoren auf dem Prüfstand gequält werden, stimmt nicht, ich war auch in Varese auf Werksbesichtigung, und habe gesehen wie ein Prüfer zur Sau gemacht wurde, da er auf dem Prüfstand zeigen wollte was Sache sei...

Zum Thema Wettbewerbsmotorrad:

Wieso glaubt ihr dass alle Fahrer in der WM 2 Maschinen haben? Eine zum Zeigen, die andere zum Fahren? Nein, beide sind identisch, vom Menschenauge nicht zu unterscheiden, diese werden abwechselnd an einem Wochenende eingesetzt, ohne dass es dem Zuschauer auffällt. Nach diesem Rennwochenende werden die Motoren komplett zerlegt und erneuert. Hier spielt es keine Rolle, wielange so ein Motor hällt, denn die 2 Stunden, welche diese Motoren im Einsatz sind, sind keine Gefahr.
Richtig warmgefahren wird eine GP Maschine nicht, nach 2 Runden Warmup, ist der Motor wohl auf Temperatur, aber dies nur, weil er schon vorher auf Vollgas gelaufen ist. Wer sichs leisten kann ...
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Huskyschrauber
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Beitrag von Huskyschrauber »

Hmmm, dann ist Husqvarna ja mal eine Lobenswerte ausnahme. Ich habe auch schon einige Werksbesichtigungen mitgemacht (hat auch vorteile wenn ein Bekannter Motorradhändler ist), da kamen die Mopeds direkt vom Prüfstand auf die Rolle, wurden etwas warm gefahren, und dann gings zur Sache.
Gangbang
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Beitrag von Gangbang »

bLuTrAuScH hat geschrieben:Ich hatte heute mal eine "Betriebsanleitung" für son kürbiseimer in der Hand...


nur mal so:

+ersten 3h max.7.000 1/min
max. Motorleistung 50%

+ der nächsten 12h max Motorleistung 75%


Dann wäre man schon bei 15h.
Ach son Mist, wer hält sich bitte an die Angaben dort? Laut Handbuch muss ne Husaberg auch alle 60h gespalten werden, um die Kw-Lager zu wechseln... Der Hersteller muss sich eben auch absichern-..
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