Probleme mit Kühlsystem

Egal welche Husqvarna, HIER wird geschraubt, getunt, repariert und gefachsimpelt !!!

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vitaminsaft
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Probleme mit Kühlsystem

Beitrag von vitaminsaft »

Hi,
also ich hatte ja den Motor von nem Kumpel überholt (neues pleul, kolben...)

haben heute sie heute mal wieder laufen lassen (3-4min), ausgemacht und wollten nochmal nach kühlwassen kucken. hab den deckel abgemacht und der ging fast ab wie ein sektkorken. also ein viel zu hoher druck am kühler.
so im "jugendlichen leichtsinn" ignoriert man das halt auch mal gerne- kühlwasser nachgefüllt und mal 10 min übern acker gefahren. von hinten sah ich nur noch eine riesige weiße qualmwolke- motor lief aber noch. also; kopfdichtung gekommen. in dem moment fiel mir auch wieder der hohe druck im kühlsystem ein... leider zu spät.

jetzt meine frage wie kan da so ein hoher druck entstehen? die schläuche kann man doch eigentlich nicht verwechseln, oder?
hat noch jemand ne andere idee woran das liegen kann?

mfg vita
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ROL4ND
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hoher Druck

Beitrag von ROL4ND »

Hi, nach meinen Erfahrungen kann hoher Druck im Kühlsystem durch:
1. Überhitzen (kochen) durch
  • -zu wenig Kühlflüssigkeit oder
    -Große Luftblase im System die die Zirkulation verhindert und sich auch noch bei erhitzung ausdehnt.
entstehen.
Oder
2. der "Arbeitsdruck" (also Verdichtung, Explosion ) des Motors gelangt über defekte Kopfdichtung oder Riß im Zylinderkopf in das Kühlsystem.

Ich hoffe, es ist nichts schlimmes...

Gruß ROL4ND
Derjenige, der sagt: "Es geht nicht", soll den nicht stoeren, der es gerade tut !
zu meinen Supermoto Fotos...
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vitaminsaft
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Beitrag von vitaminsaft »

gibts den bei den huskys ne möglichkeit das kühlsystem zu entlüften? sollte sie doch automatisch machen oder?

hmm mit dem riss wäre ne möglichkeit. der motor, den wir überholt haben, war wirklich in einem mieserablem zustand. müsst man also mal abdrücken lassen.

was mir aufgefallen ist, ist dass der kühler auf der rechten seite, da wo die verkleidung angeschraubt ist, eingedrückt ist. wohl vom sturtz oder so.
aber damit ist er vorher ja auch 1 jahr gefahren gefahren. er meinte das war schon immer so...

also ich würd auch meinen das irgendwo der durchflüss gestört wird, aber wodurch kann ich mir nicht vorstellen
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Huskytuller
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Beitrag von Huskytuller »

Vielleicht hat der Knabe mal 'nen 'gesunden' Schoppen Kühlerdicht 'reingeschüttet ... ? :roll:
oder
Wasserpumpe i. A... ! :evil:


Gruß Huskytuller ;-)
In the beginning Man created God. And in the image of Man created he him ...
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dr.-hasenbein
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Beitrag von dr.-hasenbein »

hab das mal bei so nem Sch.... Citroen ZX mit diesen schwimmenden Zylinderbuchsen gehabt... da waren einfach die Zylinderkopfschrauben nicht akurat angezogen...

Tippe auf einen Fehler beim zusammenbau... da vorher die teile ja auch zusammen gearbeitet haben...

1. Zylinderkopfschrauben nicht korrekt angezogen
2. neue Kopfdichtung genommen die keinen Lagerschaden hatte ??? (hatte schon mal eine da muss was draufgefallen sein... sie war noch eingeschweißt aber schon schrott)
3. Stehbolzen rausgehabt, und in die Löcher öl gelaufen, dann beim Zusammenbau nicht sauber gemacht...
4. Planflächen nicht akurat gesäubert...
5. Stehbolzen halb rausgerissen weil Gewinde Schrott und so nicht die nötige Kraft auf die Kopfschrauben einwirken kann

irgendwas in der Richtung... das Kompressionsdruck ins Kühlsysthem kommt
vitaminsaft
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Beitrag von vitaminsaft »

hmm, punkt 1 und 2 kann druchaus möglich sein.
hatte leider keinen drehmomentschlüssel zur hand und hab die muttern halt nach gefühl festgezogen.
mit dem lagerschaden kann auch sein da der dichtsatz einfach im karton mit dem motor drinlag und wahrscheinlich mehr als einmal hin und her geflogen ist...

na ich werd den motor die woche mal rausnehmen und den kopf ziehen ausserdem das kühlsystem auf durchgang und die pumpen funktion prüfen.
wenn da alles ok ist werd ichs mal mit den korrekten anzugsmomenten probieren (wo stehn die eigentlich, repanleitung im forum??)

vielen dank erstmal für die hinweise, ich meld mich wenn ich was gefunden habe

mfg vita
vitaminsaft
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Beitrag von vitaminsaft »

so hab heute den kopf mal runtergezogen (war erstaunt/froh das man dafür den motor nocht rausnehmen muss) und ich war geschockt als ich die vier Kopfmutter gelöst habe, also ein etwas kräftigerer mann hätte die locker mit der hand lösen können...
also ich weiß ja noch genau das ich kein drehmomentschlüssel hatte zum festziehen, aber genauso weiß ich, DASS ich sie festgezogen habe... ich frage mich ernsrhaft wieso die so lose waren. muss man die nach den ersten probeläufen vom motor nochmal nachziehen oder wie ist das bei den dingern??? bin echt ratlos

aso wahr übrigens wie schon gesagt die kopfdichtung geplatzt (an 2 stellen)

mfg tino
ulf
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Beitrag von ulf »

Hi Tino

Kauf Dir einen anständigen Drehmomentschlüssel. Die oberen Muttern müssen über Kreuz mit 50 Nm und die unter dem Zylinderkopf mit 25 Nm * angezogen werden. Dann zieh mal spaßeshalber die M6er Schrauben der Zylinderkopfdeckel mit den vorgeschriebenen ca. 7Nm an. Du wirst erstaunt sein wie viel das eine und wie wenig das andere wirklich an Kraft erfordert. Das "ich hab das Drehmoment in Handgelenk" haben schon viele bereut ;-).

Gruß Ulf

* das sind jetzt Drehmomentwerte für die 610er, Du schreibst leider nicht, um welchen Motor es überhaupt geht .....
vitaminsaft
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Beitrag von vitaminsaft »

ja mit der 610er liegst du schon richtig^^ bj kann leider niemand mehr genau sagen, weil die gehäusehälften schon in mehreren rahmen verbaut wahren^^

ja danke für die drehmomente- mit per hand anziehen wird mir wohl nicht nochmal passieren

achso noch eine sache:
dadurch, dass der zylinder ja voller wasser war ist auch etwas ins kurbelgehäuse gelaufen und gibt ja jetzt mit dem öl diese schöne masse- ist nicht besonders viel, aber sollte ich den motor, bevor ich neues öl einfülle, mal mit gebrauchtem öl *durchspülen* oder bringt das nix. der hat ja noch keine ölpumpe, nicht das da durch diese öl-wasserpampe irgendwas verstopft...
ulf
HVA-Driftkönig
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Beitrag von ulf »

Hi Tino

Ich habe gerade gesehen, daß es da im WHB eine kleine Diskrepanz gibt: Im Text zum Wiederzusammenbau des Motors werden die o.g. Drehmomentangaben gemacht. In der Tabelle der Anzugmomente wird für die Obere Mutter (M10 x 1,5) angegeben, daß man die mit ca. 37 Nm anzieht und dann noch eine viertel Umdrehung weiter dreht. Vielleicht fällte dazu noch jemandem was ein.

Gruß Ulf
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