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570 Felge gerissen, wie geht das?

Verfasst: 03.08.14 - 22:14
von ringding
Hallo,
ich hab ne 570 von 2001 mit Excel Supermotofelgen. Mir is heute beim Moped putzen aufgefallen dass im hinteren Felgenring alle Löcher wo die Speichen von Rechts (also die vom Kettenrad) kommen Risse haben. Die Risse verlaufen in Längsrichtung ca 5 - 15mm vor und nach dem Bohrloch. Die Löcher für die Speichen der linken Seite sind alle heile. Beim Ausbau ist mir aufgefallen dass eines der 3 Radlager minimal rau läuft, aber das sollte keine Rolle spielen.

Hab vor 2 Wochen die Felge zuletzt geputzt, da war noch nix. Seither bin ich ca 2-3 Stunden Rennstrecke (Erzgebirgsring liegt vor meiner Haustür) und 200km Landstraße gefahren.

Der Felgenring ist 2005 nach nem Unfall neu draufgekommen, hab ich in einer Radspannerei im Nachbarort machen lassen. Die Felge wurde dort gleich ein wenig außermittig eingespeicht, um mehr Platz für die Kette zu bekommen. Es sind übrigens nicht die originalen Naben, sondern welche von HE-Motorradtechnik, weil die 570 früher mal ne TE war.

Hab die Speichen auch regelmäßig auf festen Sitz kontrolliert, musste aber noch nie eine Speiche nachziehen...

Kann mir jemand erklären wie sowas passieren kann?

Gruß
Roy

Re: 570 Felge gerissen, wie geht das?

Verfasst: 04.08.14 - 00:16
von ringding
noch paar Bilder:

Re: 570 Felge gerissen, wie geht das?

Verfasst: 04.08.14 - 04:51
von WhiteSM630
Moin!

Als ich das so eben gesehen habe ist mir gleich durch den Kopfgeschossen: ,,Speichenspannung nicht kontrolliert".
Aber dann habe ich erstmal den Text gelesen... Hast du ja kontorlliert.

Ich habe meine Felgen vor kurzem auch umspeichen lassen und die sieht ähnlich aus.
Bei mir ist nur der Unterschiede das das Pulver vom Beschichten minimal gerissen ist vom einspeichen.
..Das ist bei dir ja ganz offensichtlich die Felge....

Kann dir da leider keine weiterführende Antwort geben.

Re: 570 Felge gerissen, wie geht das?

Verfasst: 04.08.14 - 05:56
von Firebeast
Moin,
also ich denke, dass durch das außermittige Einspeichen zwangsläufig die Spannung, bedingt durch den steilen Winkel der Speichen, zu groß ist und zu einem Dauerbruch geführt hat.

Re: 570 Felge gerissen, wie geht das?

Verfasst: 04.08.14 - 08:05
von dr.-hasenbein
Das Bohrbild stimmt nicht !

d.H. das Loch in den Punzen hat den falschen Winkel zur Speiche. Die Zugbelastung der Speiche in der Punze ist somit nicht liniar.

das passiert z.B. wenn ein Felgenring mit nem Bohrbild für ne KTM mit Ruckdämpfung hinten oder ne alte 610Dual hergenommen wird und auf ne Starre Nabe gespeicht wird...

Tauschen !!! und drauf achten, das trotz aussermittiger Speichung die Spannung der Speichen rechts und links relativ gleich ist. hört man am Klang beim abklopfen, je höher der Klang, je mehr ist die Speiche auf Zug.

Re: 570 Felge gerissen, wie geht das?

Verfasst: 04.08.14 - 08:10
von sespri
Ich konnte und kann nach wie vor der aussermittigen Speichung nichts abgewinnen. Ein technischer Murks hoch drei um irgendeine ach so coole je breiter desto besser Felge reinzuwürgen...

Re: 570 Felge gerissen, wie geht das?

Verfasst: 04.08.14 - 08:21
von dr.-hasenbein
sespri hat geschrieben:Ein technischer Murks hoch drei ...
Kann ich so nicht unterschreiben... Meine hält jetzt schon 12.000 ohne Risse. Die Bedingungen müssen halt stimmen.

Und ich hab keine breitere Felge, nur jetzt anständig Platz zwischen Reifen und Kette und somit kein angenagten Reifen mit Kettenfett drauf :idea:

Alleine DAS ist hier ja aber nicht das Problem

Re: 570 Felge gerissen, wie geht das?

Verfasst: 04.08.14 - 08:27
von Huskyschrauber
Ist das Ding schwarz eloxiert oder gepulvert?
Sieht so aus als würde das Pulver reissen....

Re: 570 Felge gerissen, wie geht das?

Verfasst: 04.08.14 - 09:41
von bastel
... um außer mittig zu speichen, braucht der Speichennippel etwas Platz in der gebohrten Punze bzw. verändert sich der Speichenwinkel ja durch das aus der Mitte speichen. Hat der Speichennippel keinen Platz, wie in deinem Fall oder wird der Speichenwinkel im Felgenkranz nicht anders gebohrt, zieht die Speiche nicht gerade und könnte solch einen Schaden verursachen. Hab an meiner 570ig mit 5" Behr Felgenkranz, auch 8mm außer Mitte nach links gespeicht, nach 10 BH Rennstrecke keinerlei Probleme. Ich hätte so, zusammen mit der 5mm breiteren Husqvarna Nabe und dem 5mm nach außen versetzten Kettensatz, sogar genug Platz für 5,5" mit 170iger Slick.

Re: 570 Felge gerissen, wie geht das?

Verfasst: 04.08.14 - 09:51
von ringding
Moin,
nee sind 100%ig Risse im Alu - ist nur auf den Fotos vielleicht nicht optimal zu erkennen.

Hab mir's grad nochmal angeschaut und muss sagen der Doktor hat recht :Top: . Der Winkel passt nicht, die rechten Bohrungen sind fast am Rand der Warze auf dem Felgenring (ich denk mal du meinst das mit Punze). Die linken sind mehr mittig gebohrt. Es scheint tatsächlich so, dass der Typ mir damals nen falschen Felgenring montiert hat.

schönen Dank erstmal an alle

Edit: es ist ne 4,5" Felge. und die ist nur 3-4 mm außermittig - aber da haste auch recht, mit dem Bohrwinkel. nur bei den 3-4mm Versatz müssten die Bohrungen nicht gleich so krass anders sein wie es jetzt der Fall ist

Re: 570 Felge gerissen, wie geht das?

Verfasst: 04.08.14 - 09:54
von ringding
Ich schick die Felge jetz zu HE-Motorradtechnik. Die speichen nen neuen (passenden) Ring ein und am Freitag hab ich die wieder...

Re: 570 Felge gerissen, wie geht das?

Verfasst: 04.08.14 - 12:37
von sespri
ringding hat geschrieben:Edit: es ist ne 4,5" Felge. und die ist nur 3-4 mm außermittig - aber da haste auch recht, mit dem Bohrwinkel. nur bei den 3-4mm Versatz müssten die Bohrungen nicht gleich so krass anders sein wie es jetzt der Fall ist
Wenn es keine Rolle spielen würde, könnte man einfach einen Bohrer nehmen und auf gut Glück reinfräsen.

4.25er Felge mit 150er Reifen - wie letztlich vom Hersteller vorgesehen - und du legst die Mühle ab, da geht dir vorher das Gesäss auf Grundeis...

Re: 570 Felge gerissen, wie geht das?

Verfasst: 04.08.14 - 13:36
von ringding
Wie meinst du das? Ich hab mich auf die Bohrlöcher bezogen wie sie bis jetzt drin waren - also dass die rechten Löcher im "flacheren " Winkel (zur Fahrbahnebene bezogen) gebohrt waren wie links. Hab grad den Reifen in der Werkstatt demontieren lassen, da stand grad ne MZ Baghira SM mit Excel Felgen rum. Die MZ hatte nen Ruckdämpfer, d.h. die Speichen auf der Kettenseite sind kürzer als die auf dergegenüberliegenden Seite. Die Speichen sind somit auch im flacheren Winkel. Die Bohrungen waren unsymetrisch, wie an meiner Huski Felge.

Die Bohrungen sollten allerdings schon symmetrisch an der Huski sein, da die Speichen ja gleich lang sind. Die 3-4mm Versatz sollten den Winkel nur minimal beeinflussen.

Hab das Felgenband mal abgenommen, die rechten Speichennippel liegen komplett einseitig auf (also nur zur Hälfte in Richtung Felgenrand), ist deutlich zu erkennen - da der Nippel schon mit der Kante etwas herausschaut. Der Radspanner muss blind gewesen sein das nicht zu sehen...

Re: 570 Felge gerissen, wie geht das?

Verfasst: 04.08.14 - 16:56
von husky250
ringding hat geschrieben:Die Bohrungen sollten allerdings schon symmetrisch an der Huski sein, da die Speichen ja gleich lang sind. Die 3-4mm Versatz sollten den Winkel nur minimal beeinflussen
das stimmt m.W.n. nicht! Die Speichen sind unterschiedlich lang. deshalb gibt es auch rechte und linke im ET-Katalog zu bestellen.

mfg

Re: 570 Felge gerissen, wie geht das?

Verfasst: 04.08.14 - 17:13
von sespri
Kann auch sein, dass die Bohrungen auch für die "richtige" Einspeichung schon falsch waren und durch das Versetzen endgültig im Aus standen...

Ich äussere mich grundsätzlich nie über die Einspeichthematik, weil ich den Sinn für mich nicht nachvollziehen kann. Das es zu jedem Reifen ein ideale Felgenbreite gibt, ist mir klar. Das jetzt jemand gerne einen 160er auf eine 5" Felge aufziehen möchte, auch. Nur muss das Rad dann auch Plug and Play in die Schwinge passen. Felge versetzen, Kettenrad unterlegen, Non-O-Ringkette montieren, da diese ein klein wenig schmaler ist und dann noch auf die Reifenmarke achten, welche als 160er am schmalsten baut - nein, das ist mir den Aufwand nicht wert und übersteigt in meinen Augen den Nutzen eines 1cm breiteren Reifens bei weitem.

Das es doch irgendwie geht, beweisen die häufigen, diesbezüglichen Beiträge und das nicht mehr passiert, erstaunt mich. Soll jeder machen wie es ihm beliebt. Da du aber ohnehin vor dem Kauf einer neuen Felge stehst, kann ich aus meiner Sicht nur die Originalgrösse empfehlen. Lehrgeld hast du ja genug bezahlt. Und ich glaube nicht, dass du deswegen nur einen Zehntel langsamer unterwegs bist...

Re: 570 Felge gerissen, wie geht das?

Verfasst: 04.08.14 - 23:23
von ringding
Da hast du schon recht. Bin schon mal ausführlich die KTM 660SMC vom Kumpel gefahren, die hat serienmäßig nen 150er und nen Nachteil konnte ich da nicht merken - bis auf die Tatsache dass mir die LC4 weniger wendig vorkam als die 570 - was aber sicher nicht am Reifen liegt.

Das mit dem versetzten Einspechen hat mir damals der Radspanner empfohlen, selber bin ich damals (2005)nicht auf den Trichter gekommen. Nach nem Unfall war die Felge kaputt und da hab ich die bei dem machen lassen. Und da der vom Fach ist, hab ich dem vertraut. Ich werd das auch wieder so einspeichen lassen, allerdings in Verbindung mit dem richtigen Felgenring. Denn bei mir ist nur der 160er eingetragen - es handelt sich nicht um eine SMR sondern um eine umgebaute TE. Und in dem Gutachten vom Umbau ist auch nur der 160er aufgelistet, nen 150er einzutragen wäre ein riesen Aufwand da dann nicht nur einfach ne andere Reifengröße abgenommen werden müsste, sondern das gesamte Umbau-Gutachten gegenstandslos wäre - vermute ich mal (so ähnlich hat mir das der Prüfer mal erklärt).

Dazu kommt dass es bei 160ern eine größere Auswahl an gescheiten Reifen gibt, die bei mir eh durch das Gutachten schon auf Metzeler Pirelli oder Bridgestone begrenzt ist.

Es lag eindeutig nicht am versetzten Einspeichen, sondern an dem falschen Felgenring. Der war nunmal für ne Dual/LC4 oder ähnliches wo kettenseitig 3-4cm kürzere Speichen verbaut sind. Das erkenne ich nun eindeutig an den asymmetrischen Bohrlöchern (kann leider keine Fotos mehr machen, die Felge ist schon mit der Post weggegangen).
Die Nippel saßen bremsenseitig schön satt in der felge, kettenseitig aber nur zur Hälfte aufgesessen haben - und das ist es was ich dem Radspanner ankreiden muss, das hätte er sehen müssen.

Der Umbau-Radsatz hat spezielle Naben aus geschmiedetem Alu (ähnlich z.Bsp. den Talon Naben), deswegen sind auch keine orig Huski Speichen drauf.

Re: 570 Felge gerissen, wie geht das?

Verfasst: 04.12.14 - 09:57
von Don
Servus zusammen.

den Thread buddel ich mal für ein anderes Problem aus. Mir ist im Frühjahr die Felge gerissen, jetzt möchte ich das Rad mit einer neuen (gebrauchten) Felge neu einspannen lassen. Der Typ der das macht meinte aber am Telefon dass man immer neue Speichen nehmen soll, weil alte Speichen angeblich oft reißen wenn sie neu gespannt werden. Die Speichen sehen aber noch prima aus, ich habe auch zwei überzählige falls was passiert und diejenigen die nicht mehr gut aussahen wurden durch Neuteile ausgetauscht. Die Nippel sind alle nagelneu.

Was meint ihr dazu?

Re: 570 Felge gerissen, wie geht das?

Verfasst: 05.12.14 - 18:28
von sespri
Vorstellbar ist es schon. Man empfiehlt ja auch Dehnschrauben nur einmal zu verwenden. Ob`s wirklich so schlimm ist - keine Ahnung.

Sind die Dinger so teuer, dass man sich die Frage stellen muss...?

Re: 570 Felge gerissen, wie geht das?

Verfasst: 05.12.14 - 21:39
von Huskytuller
Zum Don-Problem: Der Speichen-Fuzzi hat Recht !
Zum Thread-Problem: 100 Punkte für 'n Doc - zu starke Spannung der Speichen. Hätte gern' 'ne Hörprobe gehabt. Tendenz Ultraschall ...