Maßnahmen zur CO2-Reduktion
Verfasst: 23.07.07 - 22:31
Maßnahmen zur CO2-Reduktion
Da anscheinend alle nach dem Motto "nach mir die Sintflut" leben und meinen ---
---- erst mal sollten die anderen was tun ???
ich meine jeder kann einen kleinen Beitrag leisten
Um die Ziele des international weitgehend ratifizierten Kyoto-Protokoll zu erreichen muss auf der technischen Seite dieser Primärenergieverbrauch im Energiemix gesenkt werden, oder gezielt fossile Energieträger durch CO2-ärmere Energieerzeugung ersetzt werden.
2005 betrug der Primärenergieverbrauch in Deutschland 14.238 PJ. Dies entspricht einer mittleren Leistungsaufnahme von 451 Gigawatt bzw. 5473 Watt/Kopf bei einer Bevölkerung von 82,4 Mio. Menschen. Der Verbrauch gliedert sich in etwa wie folgt:
Industrie 24,9 %
Verkehr 27,0 %
Private Haushalte 30,5 %
Gewerbe/Handel/Dienstleistungen 17,6 %
Im Bereich der Energieeinsparung, Erhöhung der Energieeffizienz und der Nutzung der erneuerbaren Energien in Haushalt, Gewerbe und Verkehr gibt es mittlerweile eine Vielzahl von technischen Lösungen:
Gute Isolation der Gebäudehülle (Dach, Fassaden, Fenster, Kellerdecke) und Einsatz von energieeffizienten Brennwertgeräten oder Wärmepumpen führt zum Niedrigenergiehaus oder zum KfW-geförderten Passivhaus Die dezentrale Nutzung von Photovoltaik, Solarthermie, Biomasse ist weitgehend CO2-neutral; Geothermie und Ökostrom sind CO2-arm. Als nicht dezentrale Technologie ist die Kernenergie ebenfalls CO2-arm.
Reduzierung des Transportbedarfs, die Verkehrsmittel selbst und ihrer Antriebe können hier einen Beitrag leisten. Mit einem Tempolimit von 120 km/h auf deutschen Autobahnen könnte bis zum Jahr 2020 mindestens 40 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. [5] Mit dem Angebot von öffentlichen Fahrrädern versuchen verschiedene Städte, das Fahrrad für kurze Entfernungen atraktiver zu machen.
Organisation wie atmosfair oder myclimate ermöglichen Ausgleichszahlungen für vermeintliche Klimaschädigungen z. B. durch Flugreisen. Mit den freiwilligen Abgaben werden Klimaschutzprojekte gefördert.
Im Verkehr werden zudem nicht unumstrittene alternative Treibstoffe wie Biodiesel, Pflanzenöl, Bioethanol oder in der Entwicklung befindliche Biomass to Liquids eingesetzt.
Wichtig ist auch, dass die Effektivität des Energieeinsatzes erhöht wird. Erst mit deutlicher Steigerung der Energieeffizienz wird ein effektiver Klimaschutz möglich. Passivhäuser ermöglichen bereits heute eine Reduktion des Energieverbrauchs in Haushalten um bis zu 80%, und für Fabrikgebäude sind ähnliche Konzepte verfügbar (vgl. BINE). Im Bereich Warmwasser, kann durch moderne Duschbrausen der Warmwasserverbrauch um bis zu 50% gesenkt werden, ohne Komfortverlust. Die Forcierung der Energieeffizienz kommt damit dem Umbau zu einem klimafreundlichen Energiesystem sozusagen auf halber Strecke entgegen.
Maßnahmen in Privathaushalten und am Arbeitsplatz [B
Unabhängig von der internationalen Klimaschutzpolitik, die bisher nur langsam vorankommt, kann jede/r Einzelne im persönlichen Rahmen und im sozialen Umfeld zur Vermeidung unnötiger Emissionen von Treibhausgasen beitragen. Allein durch persönliche Energieeinsparung kann der Durchschnittsverbrauch - und damit auch der CO2Ausstoß - um 20-50 Prozent im Haushalt gesenkt werden.
Zu den persönlichen Klimaschutzvorkehrungen, die Privatpersonen in ihrem jeweiligen Handlungsbereich treffen können, zählen neben vielen anderen Maßnahmen:
Energieeffizienz steigern und Energie sparsamer einsetzen:
Effiziente Haushaltsgeräte einsetzen und beispielsweise Energiesparlampen verwenden;
zurückhaltender Einsatz von Klimaanlagen
wassersparende Armaturen benutzen;
energiesparende Raumlüftungstechnik einsetzen;
eine bessere Wärmedämmung der Gebäudehülle (Dach, Fassaden, Fenster, Kellerdecke) in Privathäusern installieren und Neubauten im Passivhaus-Standard realisieren;
Heizungen mit möglichst hohem Wirkungsgrad betreiben, das umfasst ihre regelmäßige Wartung und gegebenenfalls Erneuerung;
im Winter die Absenkung der Raumtemperatur um wenige Grad und das Tragen entsprechend wärmerer Kleidung;
regional hergestellte Produkte bevorzugen, um lange Transportwege zu vermeiden (z. B. Lebensmittel aus der Umgebung gegenüber importierten vorziehen);
Chemische Dünge- und Spritzmittel im Garten vermeiden;
Vermeidung von Autofahrten und Flugreisen, besonders von Inlandsflügen[7];
energiesparende Fahrweise bei Kraftfahrzeugen (niedertourig fahren; vorausschauend an Ampeln und Hindernisse heranfahren, um unnötiges Bremsen und erneutes Anfahren zu vermeiden; Motorbremse verwenden; hohes Tempo vermeiden; einen fließenden Verkehrsfluss nicht behindern);
Klimafreundlichere Produkte und Dienstleistungen verwenden:
Umstellung auf Ökostrom sowie anderweitige Nutzung erneuerbarer Energien, insbesondere zum Heizen und Kühlen (Photovoltaik, Geothermie, Solarthermie, Biomasse);
Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel;
Einsatz klimaschonenderer Motoren bzw. Kraftstoffe wie beispielsweise Biodiesel oder Pflanzenöl aus nachhaltigem Anbau
beim Kauf auf umweltschonende Verpackung achten;
Verkürzung der Nahrungskette durch vermehrten Konsum pflanzlicher statt tierischer Produkte;
Kauf von Klimaschutz-Wertpapieren
Sparsame Elektrogeräte verbrauchen zwischen einem und zwei Dritteln weniger Energie im Vergleich zu ineffizienten Geräten. Bei der Neuanschaffung energieeffizienterer Haushaltsgeräte, Heizungen und Fahrzeuge im Sinne des Klimaschutzes ist dabei zu prüfen, ob eine Weiterbenutzung ohne Neuanschaffung oder eine Second-Hand-Lösung über die Lebenszeit des Produkts betrachtet nicht die effizientere Alternative darstellt. Denn sowohl die Produktion neuer Geräte als auch die Entsorgung der Altgeräte sind meist sehr energieintensiv. Bei einem Neukauf kann der Markt nach Niedrigenergieprodukten abgesucht werden. Die Energieeffizienzklasse der EU gibt außerdem Auskunft über die Verbrauchswerte von Geräten, und für große Haushaltsgeräte gibt das Niedrig-Energie-Institut regelmäßig die Liste „Besonders sparsame Haushaltsgeräte"
Da anscheinend alle nach dem Motto "nach mir die Sintflut" leben und meinen ---
---- erst mal sollten die anderen was tun ???
ich meine jeder kann einen kleinen Beitrag leisten
Um die Ziele des international weitgehend ratifizierten Kyoto-Protokoll zu erreichen muss auf der technischen Seite dieser Primärenergieverbrauch im Energiemix gesenkt werden, oder gezielt fossile Energieträger durch CO2-ärmere Energieerzeugung ersetzt werden.
2005 betrug der Primärenergieverbrauch in Deutschland 14.238 PJ. Dies entspricht einer mittleren Leistungsaufnahme von 451 Gigawatt bzw. 5473 Watt/Kopf bei einer Bevölkerung von 82,4 Mio. Menschen. Der Verbrauch gliedert sich in etwa wie folgt:
Industrie 24,9 %
Verkehr 27,0 %
Private Haushalte 30,5 %
Gewerbe/Handel/Dienstleistungen 17,6 %
Im Bereich der Energieeinsparung, Erhöhung der Energieeffizienz und der Nutzung der erneuerbaren Energien in Haushalt, Gewerbe und Verkehr gibt es mittlerweile eine Vielzahl von technischen Lösungen:
Gute Isolation der Gebäudehülle (Dach, Fassaden, Fenster, Kellerdecke) und Einsatz von energieeffizienten Brennwertgeräten oder Wärmepumpen führt zum Niedrigenergiehaus oder zum KfW-geförderten Passivhaus Die dezentrale Nutzung von Photovoltaik, Solarthermie, Biomasse ist weitgehend CO2-neutral; Geothermie und Ökostrom sind CO2-arm. Als nicht dezentrale Technologie ist die Kernenergie ebenfalls CO2-arm.
Reduzierung des Transportbedarfs, die Verkehrsmittel selbst und ihrer Antriebe können hier einen Beitrag leisten. Mit einem Tempolimit von 120 km/h auf deutschen Autobahnen könnte bis zum Jahr 2020 mindestens 40 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. [5] Mit dem Angebot von öffentlichen Fahrrädern versuchen verschiedene Städte, das Fahrrad für kurze Entfernungen atraktiver zu machen.
Organisation wie atmosfair oder myclimate ermöglichen Ausgleichszahlungen für vermeintliche Klimaschädigungen z. B. durch Flugreisen. Mit den freiwilligen Abgaben werden Klimaschutzprojekte gefördert.
Im Verkehr werden zudem nicht unumstrittene alternative Treibstoffe wie Biodiesel, Pflanzenöl, Bioethanol oder in der Entwicklung befindliche Biomass to Liquids eingesetzt.
Wichtig ist auch, dass die Effektivität des Energieeinsatzes erhöht wird. Erst mit deutlicher Steigerung der Energieeffizienz wird ein effektiver Klimaschutz möglich. Passivhäuser ermöglichen bereits heute eine Reduktion des Energieverbrauchs in Haushalten um bis zu 80%, und für Fabrikgebäude sind ähnliche Konzepte verfügbar (vgl. BINE). Im Bereich Warmwasser, kann durch moderne Duschbrausen der Warmwasserverbrauch um bis zu 50% gesenkt werden, ohne Komfortverlust. Die Forcierung der Energieeffizienz kommt damit dem Umbau zu einem klimafreundlichen Energiesystem sozusagen auf halber Strecke entgegen.
Maßnahmen in Privathaushalten und am Arbeitsplatz [B
Unabhängig von der internationalen Klimaschutzpolitik, die bisher nur langsam vorankommt, kann jede/r Einzelne im persönlichen Rahmen und im sozialen Umfeld zur Vermeidung unnötiger Emissionen von Treibhausgasen beitragen. Allein durch persönliche Energieeinsparung kann der Durchschnittsverbrauch - und damit auch der CO2Ausstoß - um 20-50 Prozent im Haushalt gesenkt werden.
Zu den persönlichen Klimaschutzvorkehrungen, die Privatpersonen in ihrem jeweiligen Handlungsbereich treffen können, zählen neben vielen anderen Maßnahmen:
Energieeffizienz steigern und Energie sparsamer einsetzen:
Effiziente Haushaltsgeräte einsetzen und beispielsweise Energiesparlampen verwenden;
zurückhaltender Einsatz von Klimaanlagen
wassersparende Armaturen benutzen;
energiesparende Raumlüftungstechnik einsetzen;
eine bessere Wärmedämmung der Gebäudehülle (Dach, Fassaden, Fenster, Kellerdecke) in Privathäusern installieren und Neubauten im Passivhaus-Standard realisieren;
Heizungen mit möglichst hohem Wirkungsgrad betreiben, das umfasst ihre regelmäßige Wartung und gegebenenfalls Erneuerung;
im Winter die Absenkung der Raumtemperatur um wenige Grad und das Tragen entsprechend wärmerer Kleidung;
regional hergestellte Produkte bevorzugen, um lange Transportwege zu vermeiden (z. B. Lebensmittel aus der Umgebung gegenüber importierten vorziehen);
Chemische Dünge- und Spritzmittel im Garten vermeiden;
Vermeidung von Autofahrten und Flugreisen, besonders von Inlandsflügen[7];
energiesparende Fahrweise bei Kraftfahrzeugen (niedertourig fahren; vorausschauend an Ampeln und Hindernisse heranfahren, um unnötiges Bremsen und erneutes Anfahren zu vermeiden; Motorbremse verwenden; hohes Tempo vermeiden; einen fließenden Verkehrsfluss nicht behindern);
Klimafreundlichere Produkte und Dienstleistungen verwenden:
Umstellung auf Ökostrom sowie anderweitige Nutzung erneuerbarer Energien, insbesondere zum Heizen und Kühlen (Photovoltaik, Geothermie, Solarthermie, Biomasse);
Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel;
Einsatz klimaschonenderer Motoren bzw. Kraftstoffe wie beispielsweise Biodiesel oder Pflanzenöl aus nachhaltigem Anbau
beim Kauf auf umweltschonende Verpackung achten;
Verkürzung der Nahrungskette durch vermehrten Konsum pflanzlicher statt tierischer Produkte;
Kauf von Klimaschutz-Wertpapieren
Sparsame Elektrogeräte verbrauchen zwischen einem und zwei Dritteln weniger Energie im Vergleich zu ineffizienten Geräten. Bei der Neuanschaffung energieeffizienterer Haushaltsgeräte, Heizungen und Fahrzeuge im Sinne des Klimaschutzes ist dabei zu prüfen, ob eine Weiterbenutzung ohne Neuanschaffung oder eine Second-Hand-Lösung über die Lebenszeit des Produkts betrachtet nicht die effizientere Alternative darstellt. Denn sowohl die Produktion neuer Geräte als auch die Entsorgung der Altgeräte sind meist sehr energieintensiv. Bei einem Neukauf kann der Markt nach Niedrigenergieprodukten abgesucht werden. Die Energieeffizienzklasse der EU gibt außerdem Auskunft über die Verbrauchswerte von Geräten, und für große Haushaltsgeräte gibt das Niedrig-Energie-Institut regelmäßig die Liste „Besonders sparsame Haushaltsgeräte"