einfahren einer sm610s nach kompletter motorüberhohlung

Für die Huskys aus Varese mit den 17 Zoll Schuhen. (Na gut, 16,5" vorne is auch OK :-) )

Moderator: Moderatoren

Antworten
-jones-
HVA-Ersttäter
Beiträge: 69
Registriert: 16.05.10 - 18:05

einfahren einer sm610s nach kompletter motorüberhohlung

Beitrag von -jones- »

hey,

wenn ich jetzt bald meine husky wiederbekomme, möchte ich sie auch richtig einfahren, damit ich noch lange spaß habe...
zylinder ist neu beschichtet, neues kolbenkit, neues pleulkit, sämtliche lager und siris neu und den dichtsatz(als einziger aus italien^^).

de husky is bj 2001 und hatt nur e-starter...

mfg und schonma danke:-P
Benutzeravatar
AWeSomE
HVA-Gott
Beiträge: 1484
Registriert: 19.05.08 - 21:30
Motorrad: SM610 ´06
Kontaktdaten:

Beitrag von AWeSomE »

hab mich damals auch vorher informiert, habe dann diesen text im netz gefunden:
Einfahranleitung

1. 1000km einfahren
Beigesteuert von Koflair
Saturday, 11. December 2004
Letzte Aktualisierung Tuesday, 12. December 2006
Da ich mich in letzter Zeit intensiv mit der Behandlung eines neuen Motors beschäftigt habe, will ich hier meine Conclusios mitteilen. Das meiste davon hab ich von http://mototuneusa.com/break_in_secrets.htm .
Vorab - für mich war es relativ obererstaunlich, was ich hier gelesen habe. Aber es ist alles logisch erklärt, und daher denke ich, dass es korrekt ist.
- Motor IMMER warm fahren, bevor er beansprucht wird. Die meisten bleibenden Schäden entstehen, wenn der Motor noch zu kalt ist. Da stimmen die Maße im Motor noch nicht, und das Öl schmiert noch nicht gscheit weil's noch kalt ist. Warmfahren am besten mit niedrigsten Drehzahlen und wenig Gas, da kann nicht viel passiern.
NEUEN MOTOR EINFAHREN: Muss innerhalb der ersten 30-50 Kilometer erfolgen!
1. Billiges, keinesfalls vollsynthetisches Öl einfüllen. Das Öl darf nicht perfekt schmieren. Hofer Öl 10W 40 auf Mineralbasis kaufen, 10l, je 6 euro; 5,- pro Liter oder so, wenn nicht noch billiger...
2. Motor warm fahren.
3. Motor ab dann hart hernehmen, und zwar nach folgendem Schema: Drehzahl anfangs im Bereich 40% bis 70%, nach 10km bei 30% - 80% der Nenndrehzahl (mit Nenndrehzahl ist der Start des roten Bereichs gemeint) bewegen. Die Gänge 2, 3, 4 dabei mit nicht ganz Vollgas durchschalten (zunächst 60% Gas, später 80% Gas), danach Gas zu und den Motor abbremsen lassen.
Durch das Gas zu entsteht oarger Unterdruck im Brennraum, und Öl wird vom Kurbelgehäuse hochgesaugt, das wiederum die gehobelten Späne raufspült, und die werden
dann einfach ausgepufft...
Dann wieder die Gänge durchschalten, ... selten mal auch mit Vollgas, aber nicht oft.
- Günstig geht das zB Sonntag früh (um Sechse oder so) auf einer dreispurigen Autobahn, wenn man durch
die ständigen Geschwindigkeitswechsel niemanden stört.
- Oder man wählt eine rund geschnittene Bundesstraße, die eher höhere Geschwindigkeiten erlaubt und die
wenige bis gar keine 50km/h Ortsgebiete hat.
- Oder man fährt am Ring eine ganz normale Trainingssession mit nicht viel Vollgas. Hart, aber nicht voll.
Am Prüfstand kann man das auch machen, aber da ist die fehlende Fahrtwindkühlung ungünstig.
4. Nach diesen 50-70km Öl wechseln. Filter auch wechseln. Die groben Metallspäne werden damit brav weggespült.
Wenn nicht, kommen sie ins Getriebe, gehen dort durch die Zahnräder und werden dabei zermalmt und sind
fortan feine Partikel, die der Ölfilter nicht mehr derfiltert. Diese feinen Partikel haben die Eigenschaft, sich
beim Kaltwerden des Motors in den engen Ölkanälen an den Wänden anzulegen. Da bleiben sie picken, können nicht
mehr weggeschwemmt werden, und damit verengen sie den Öldurchlass. Die Ölpumpe muss härter pumpen,
benötigt dafür Kraft, die Folge ist (geringer) Leistungsverlust und schlechtere Gesamtschmierung.
5. Weiterfahren, den Motor weiterhin hart hernehmen, und hin und wieder ab 40% Nenndrehzahl Vollgas bis 80
oder 90% Nenndrehzahl geben. Nach wie vor noch nicht auf Nenndrehzahl raufdrehen.
6. Bei 250km wieder Motoröl wechseln. Weiterhin Marke Billigstdorfer!
7. Bis 1000km weiterhin den Motor jeweils hart hernehmen. Stets den Motor sorgfältigst mit niedrigen Drehzahlen
und wenig Gas warm fahren. Bei warmem Motor den "Blumenpflückmodus" tunlichst meiden. Achtung auf Hinterherfahrende, wegen der ständigen Tempowechsel. Ring wäre wirklich gescheit.
8. 1000km Service machen. Darauf achten, dass beim Ölwechsel weiterhin ein Billigstdorfer Mineralisches Öl eingefüllt
wird, Vollsynthese erst nach 3500-5000 Kilometer. VW hatte Anfang der 90er Jahre übrigens Probleme mit
den Motoren, weil sie beim 1000km Service zu gutes Öl eingefüllt haben, und die Motoren dadurch nicht gescheit
eingefahren wurden. Folge: Ölverbrauch und blow by (Benzin wird am Kolben vorbei in die Ölwanne geblasen,
Benzin verdünnt nach und nach das Öl).
9. Weiterhin Höchstdrehzahlorgien vermeiden und wenn, dann nur ganz kurz Höchstdrehzahl drehen.
10. Bei km 3500 - 5000 ist der Motor komplett fertig eingefahren. Bereits ab 1000km war er im Prinzip fertig, aber
jetzt sind auch die letzten Gleitstellen perfekt zu recht geschliffen.
Blumenpflücker
http://www.blumenpfluecker.com Powered by Joomla! Generiert: 9 July, 2008, 09:57
Nun kann die feine teure Vollsynthese eingefüllt werden, die den Motor nahezu unverwundbar macht. Ab jetzt verfügt man über einen Motor, der am Prüfstand sehr deutliche Werte wuchten sollte, und der innerlich sehr gesund ist, dessen Kolbenringe perfekt auf die Zylinderwände eingeschliffen sind, dessen Honmuster man im Zylinder nach wie vor erkennen sollte (glatt polierte Zylinderwände sind ein Alarmsignal!)
In einem Forum berichtete ein GIXX1000 Fahrer, dass ein Kumpel, der nach Handbuch eingefahren hat, 9 PS weniger hat als er, der es nach diesem Schema gemacht hat. 9 PS, das ist ka Pemmerl. Die 9 PS proportional übers gesamte Drehzahlband, dh der Motor produziert ganz einfach mehr Drehmoment, durch optimale Abdichtung und perfekte Gleitung der Kolbenringe im Zylinder.
---
Weitere Weisheiten die ich gelesen hab: Lager brauchen nicht eingefahren werden, diese laufen (vor allem heutzutage) kontaktfrei. Stets am Ölfilm dahin.
Alte Weisheiten von den Gebirgen der sogenannten glatten Metallflächen, unter dem Mikroskop angeschaut, sind hinfällig. Die heutigen Fertigungsmaschinen bauen Metallflächen mit sehr geringen Toleranzabweichungen. Das schräg schraffierte Muster in den Zylindern ist das Muster vom Honen und dringend wichtig. In diesen Metallriefen ist Öl (Fett), das den Kolbenring einigermaßen am Gleiten hält. Der Kolbenring muss sich jedoch auf die Zylinderwand einschleifen, dh Riefen dort übernehmen wo sie notwendig sind, und
nicht im Laufe der Zeit glattpolieren. Dazu ist es notwendig, den Kolbenring mit Druck gegen die Zylinderwand zu pressen - daher 80% Gas und Drehzahl von 30% bis 80% rauf. Das schleift. Späne werden in der nachfolgenden Gas zu Stellung durch den Unterdruck und die Sogwirkung des Brennraums, die Öl von der Ölwanne raufsaugt, gleich weggeschwemmt und ausgeblasen. Die Einfahrvorschriften der Hersteller sind aus unerklärlichen Gründen quer durch die Bank große Sch...., diesen Prinzipien zufolge.
Einfahren nach dem hier beschriebenen Prinzip macht außerdem viel mehr Spaß als: Bis 300km 4000 U/min, bis 500km 5000 U/min, bis 700km 6000 U/min, ...
Ungünstige Momente beim Einfahren sind Stadt Stop & Go Verkehr mit roten Ampeln und 30 km/h Zonen, ewig lange 50km/h Ortsgebiete, Zweipersonenbetrieb steil aufwärts (gilt nur bedingt für großvolumige Motoren). Der Motor soll mit Druck zügig hochdrehen können, aber nicht zu zügig. Würgereien mit der 6. sollten vermieden werden.
Wichtig ist der Einsatz der Motorbremse beim langsamerwerden, nicht auskuppeln und Motor auf Standgasdrehzahl bummeln lassen.
Das erste Vollgas aufjodeln, das der Motor im Werk gleich beim Zusammenbauen bekommen hat, startet übrigens den Einfahrprozess der Kolbenringe.
All die Sachen die ich hier geschrieben habe, hab nicht ich erfunden, sondern sind erlesen, sowie durch Hinzuziehung von erfahrenen Mechanikern und ausführlicher Diskussion, jeweils nach Lektüre des obigen Links, konsolidiert und bestätigt (vgl VW 90er Jahre Beispiel).
Blumenpflücker
http://www.blumenpfluecker.com Powered by Joomla! Generiert: 9 July, 2008, 09:57
:h: .:S.M.C.R.N-Stammtisch-Beisitzer:. :h:
Benutzeravatar
slash
HVA-Ersttäter
Beiträge: 77
Registriert: 11.07.10 - 21:27
Wohnort: 74626 Bretzfeld

Beitrag von slash »

Sorry, dass ich den alten Thread wieder ausgrabe, aber hätte gerne mal gehört ob diese radikale Einfahrmethode wirklich Sinn macht. Macht ihr das auch so? Hört sich etwas brutal an...
Ha woisch Karle, des dut au dir gut!
Benutzeravatar
slash
HVA-Ersttäter
Beiträge: 77
Registriert: 11.07.10 - 21:27
Wohnort: 74626 Bretzfeld

Beitrag von slash »

Ja wie jetzt? Keiner hier schon mal nen neuen Kolben/Motor eingefahren? Oder soll das da oben ein "Insider-Witz" sein?
Ha woisch Karle, des dut au dir gut!
Benutzeravatar
KingSize
HVA-Gott
Beiträge: 1276
Registriert: 13.03.10 - 22:26
Motorrad: 666
Wohnort: Hölle

Beitrag von KingSize »

frag mal an Eberhard
Benutzeravatar
slash
HVA-Ersttäter
Beiträge: 77
Registriert: 11.07.10 - 21:27
Wohnort: 74626 Bretzfeld

Beitrag von slash »

:kratz: Wer war das noch gleich?
Meinst du per PN? Interessiert aber doch vielleicht auch andere Neulinge...

EDIT: Ich hab ihn mal ge-pn-t...
Ha woisch Karle, des dut au dir gut!
Benutzeravatar
th1mx
HVA-Brenner
Beiträge: 454
Registriert: 20.06.10 - 19:00
Wohnort: Mittelsachsen ehemals LKR Döbeln

Beitrag von th1mx »

Nächsten Mittwoch bekomme ich meine 630er und ich werde wohl zumindest die ersten 100km wie im Artikel beschrieben einfahren.

Ist ja Bald Ostern :D bis zur 3 Spurigen Autobahn sind es ca 10km Bundesstrasse dann is die Warm... Auffahrt drauf 25km in die eine Richtung und wieder zurück :D dann erstmal Öl wechseln mal sehen wie es ausschaut.

Ob ich den Rest auch wie beschrieben einfahre mal sehen bis 1000km gewiss aber aus dem Artikel ist nicht zu erkennen ob das einfahren für Autos, Motorrädern (mehrere Zylinder) oder für Eintopf Maschinen angedacht ist.

Klingt schon bissle krass von drehzahlen :roll:
Husqvarna 630 EZ 2011 zu Verkaufen im Bieten Forum...
sespri
HVA-Urgestein
Beiträge: 4402
Registriert: 17.04.04 - 21:43

Beitrag von sespri »

Macht schon Sinn. Zu sanftes Einfahren gibt dem Metall keine Möglichkeit zu "atmen". Bestes Beispiel; der Enkel bekommt das Fahrzeug vom Opa.
Dieser drehte den Wagen nie über 3000 1/min. Der Enkel dreht in vom ersten Tag an in den Roten. Das Material, welches nie an diesen Belastungzustand gebracht wurde, reagiert unelastisch und bekommt im Zyl. z.B. feine Haarrisse. Der Anfang vom Ende....

Habe in meiner Ausbildung solche Materialproben unter dem Rastermikroskop begutachten dürfen....

Sespri
Benutzeravatar
slash
HVA-Ersttäter
Beiträge: 77
Registriert: 11.07.10 - 21:27
Wohnort: 74626 Bretzfeld

Beitrag von slash »

Danke euch, dann werde ich auch so vorgehen. Hab aber leider keinen Drehzahlmesser, deshalb wird das eher eine Gefühlssache... :lol:
Ha woisch Karle, des dut au dir gut!
Roadrunner
HVA-Gott
Beiträge: 1940
Registriert: 26.01.10 - 19:58

Beitrag von Roadrunner »

slash hat geschrieben:Sorry, dass ich den alten Thread wieder ausgrabe, aber hätte gerne mal gehört ob diese radikale Einfahrmethode wirklich Sinn macht. Macht ihr das auch so? Hört sich etwas brutal an...
Ich finde, das is Schwachsinn, so wie der's erzählt. Klar - sinnig einfahren und nich sofort kalt in den roten Bereich, sollte jedem auch so einleuchten
Ich hab meine folgendermaßen eingefahren:

Neu gekriegt und dann erstmal ne halbe Stunde sinnig eingefahren - 10 min. nich über 5000 Touren, danach stufenweise langsam bis Gasanschlag und Vmax, dann langsam wieder nach Haus gefahren und dabei runterkühlen lassen.
Nach ca. 10 min. Öl gewechselt (Motul Factory vollsynth.), ne halbe Std. gewartet und dann wieder langsam warmfahren. Dann in den üblichen Betrieb gewechselt und so ne gute Stunde in allen Bereichen gedreht. Danach war die eingefahren ! ;-)

- Nix mit hunderte Kilometern vor sich hin eiern und erst ab über 1000 km richtig rannehmen...
Antworten