701 Enduro Umbau auf Supermoto

Die Stollen eurer FEs/FCs sowie TEs/TX´ ab 2014 sind hier Zuhause.

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FlakeZ
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Re: 701 Enduro Umbau auf Supermoto

Beitragvon FlakeZ » 05.06.18 - 21:32

Das Festigkeitsgutachten ist bei den Excel dabei.
Mir geht’s im Großen und Ganzen darum das ich den Prüfer damit überzeugen kann das die Funktion des ABS bei beiden Radsätzen gewährleistet ist.

ViennaDC
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Re: 701 Enduro Umbau auf Supermoto

Beitragvon ViennaDC » 05.06.18 - 23:19

Alles klar.
Weiß nicht wo du die Abnahme machen willst, aber bei uns in Österreich gibt's grundsätzlich die Landesprüfstellen welche die Änderungen in die Papiere einträgt.
Jedoch nur auf Basis einer ABE (kann, muss man aber nicht eintragen lassen - bei mir waren das die Hebel), eines Gutachten des Herstellers (z.B. bei Stahlflex Bremsleitung) oder eben ein Einzelgutachten eines Ziviltechnikers/DEKRA/TÜV.

Die Landesprüfstelle/der Prüfer checkt eigentlich nur ob alle Änderungen am Motorrad mit ABEs, Gutachten und Einzelgutachten abgedeckt sind - hat bei mir 15 Minuten gedauert.

Zum Thema ABS hat die Prüfstelle keine Fragen gehabt, weil es in meinem Gutachten einen Punkt "Fahrversuche" gibt wo mehr oder weniger drinnen steht dass es durch den Umbau bei meinem Motorrad keine negativen Auswirkungen gibt.

Ich denke in Deutschland bzw. anderen Ländern wird der Ablauf ähnlich sein.
Also Gutachten von Ziviltechniker/DEKRA/etc --> "offizieller" Prüfer --> Eintragung in die Papiere.

FlakeZ
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Re: 701 Enduro Umbau auf Supermoto

Beitragvon FlakeZ » 06.06.18 - 21:16

Alles klar. Werde morgen oder übermorgen wahrscheinlich das Gutachtet für die Felgen bekommen und dann werde ich mal meinen Prüfer besuchen.

Danke für deine Antwort!

phil.701
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Re: 701 Enduro Umbau auf Supermoto

Beitragvon phil.701 » 13.06.18 - 17:47

Hallo,
ich habe meine 2017 Enduro auch zur Supermoto umgebaut und wollte gerne mal berichten, bzw. ich brauche auch noch ein kleines bisschen Hilfe:
Erstmal zum Umbau:
Ich habe die folgenden Teile bestellt (habe Husqvarna/KTM Original Teile im KTM Shop bestellt)

1x 7500910114433 VORDERRAD KPL. 3,5X17'' TL SCH (Akront Felgen Schwarz mit schwarzer Nabe, silbernen Speichen und Nippeln)
2x 78009012000 Distanzbüchse f. Vorderr. 08 (Distanzbüchse von der Enduro - ist eigentlich nicht notwendig, man kann auch die Büchsen der Enduro Räder nehmen)
1x 7501010114433 HINTERRAD KPL. 5X17'' TL SCHW.
1x 7650302300033 SEITENSTÄNDER L=306MM SMC 08
1x 76503029000 MAGNETHALTER (nicht unbedingt notwendig - kann man auch vom Enduro Ständer nehmen)
1x 0025060126 SK-Bundschraube M6x12 ISA30 (nicht unbedingt notwendig - kann man auch vom Enduro Ständer nehmen)
1x Conti Attack SM V:120/70 R17 TL 58H
1x Conti Attack SM H:160/60 R17 TL 69H
Kosten insg. etwa 1500EUR

Hier noch die Antworten auf die Fragen die ich mir vorher gestellt hatte bzw. die ich auch von anderen hier im Forum netterweise beantwortet bekommen habe:
Der wesentliche Unterschied zwischen Enduro und SM besteht darin, dass die Federgabel am Vorderrad bei der SM weiter auseinander ist, als bei der Enduro. Dies wird durch die unterschiedlichen Distanzbüchsen an der Vorderrad Nabe ausgeglichen (Enduro: 78009012000 Distanzbüchse f. Vorderr. 08 je ca 5mm vs. Supermoto: 75009012000 DISTANZBÜCHSE VORDERRAD 07 je ca 10mm) Die Nabenbreite der SM und der Enduro ist gleich ca 107mm.
Die Hinterradschwinge ist bei beiden identisch.
Zur Montage des Vorderrads muss man die Gabelschützer der Enduro etwas aussägen, sonst wirds eng. Soweit ich weiss passen die Gabelschützer der SM nicht an die Enduro, wären also keine Hilfe.
Den Ständer sollte man austauschen, oder verkürzen, sonst steht das Ding nicht.
Den Tacho kann man umstellen wie bereits vorher im Forum erwähnt:
- Trennen des 3-poligen Steckers (mit Kabeln rot, braun und schwarz) vom Tacho
- Drücken und halten der beiden Knöpfe für 3 bis 5 Sekunden (Set-up-Menü wird angezeigt und "UNIT" blinkt)
- Warten bis "TIRE" blinkt
- Wert einstellen: Rechter Knopf : Wert erhöht sich / Linker Knopf : Wert verringert sich
- Beenden
- Tacho wieder anschließen
Bei mir war der Wert 2205 eingestellt, ich habe ihn auf 1880 eingestellt. (Reifenumfang) Beim ersten Fahrversuch den Tacho mit GPS geprüft. 100km/h auf GPS = 102km/h auf dem Tacho. Passt also.
Ich habe die Bremsscheiben v/h und das Kettenrad von der Enduro übernommen, sodass ich sie jedes Mal mit wechseln muss, wenn ich die Räder austausche. (normalerweise hat die SM auch eine größere Bremsscheibe (320mm) und einen anderen Bremssattel (4 Kolben) als die Enduro, den Umbau fände ich allerdings zu aufwändig und mir persönlich reicht die Enduro Bremse. Die SM hat auch eigentlich ein anderes Kettenrad mit weniger Zähnen, aber das war mir auch zu aufwändig was dran zu ändern.
Die ABS Ringe haben vorne wie Hinten je 48 Sektionen. Die ABS Ringe der Enduro und SM sind identisch (60142020000 Sensorrad vorne 06 und 76542021000 Sensorrad ABS hinten), man kann es auch von der Enduro übernehmen.

Der Einbau hat alles gut geklappt, ist mit einfachen Werkzeugen möglich. Ausser beim montieren der Reifen hat der 'Experte' im Reifenbetrieb mit dem Montiereisen den Dichtgummi durchgestochen. Neu bestellt (75009177044 DICHTGUMMI 17'' KPL. M. VENTIL) und bei der nächsten Montage freundlich drauf hingewiesen, dass er mit den Eisen besser aufpassen soll. Ich habe Conti Attack SM montiert.

Das Fahren macht unfassbar viel Spass!! Also es lohnt sich!!

Nun zu den Problemen:
ABS funktioniert generell schon, allerdings steigt es abundzu mal aus. Wenn ich konstant etwa 100 fahre ohne Lastwechsel und Bremse steigt es nach ca. 2-3min aus. Wenn ich das Motorrad neu starte funktioniert das ABS wieder.
Hat jemand von euch das ABS Problem auch, bzw. wie gelöst? ggf. selbstbau ABS Ring mit etwa 44? Sektionen vorne??
(Reifenumfang Enduro V: 220cm H:212cm SM V:188cm H 199cm)

Ich habe es noch nicht eingetragen. Soweit ich weiss mit Festigkeitsgutachten zum TÜV und per Einzeilabnahme eintragen lassen. Bei den Original SM Felgen hatte ich kein Festigkeitsgutachten dabei (es sind Akront Felgen). Hat jemand von euch zufällig sowas. Alternative wäre mit dem Fahrzeigschein einer SM und den eingetragenen Felgen beim TÜV versuchen den Prüger davon zu überzeugen, dass die Modelle quasi baugleich sind. Für die KTM 690 Enduro gibt es ein Teilegutachten vom Tüv, dass Felgen von Akront Exel und Behr in der o.g. Größe zulässt. Hat einer von euch sowas auch für die Husky? Oder sonst irgendwelche Dokumente/ Ideen zur Eintragung


Ich freue mich von euch zu hören, und falls jmd. von euch noch Fragen zum Umbau hat bitte gerne melden.

So ich baue jetzt erstmal wieder das formschöne Originalheck an, dass ich demnächst beim TÜV vorsprechen kann :)

Grüße
Philip
Zuletzt geändert von phil.701 am 13.06.18 - 21:18, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: 701 Enduro Umbau auf Supermoto

Beitragvon ViennaDC » 13.06.18 - 21:13

Danke, super Aufstellung :Top:

Hier auch mal meine Ersatzteile die ich mir raus gesucht habe. Ich hab meine 701 Enduro BJ 2016 damals mit einer KTM 690 SMC R 2016 verglichen:
Bild

Ich hab mir den SM-Satz mit eigenen Bremsen, ABS Ring, Dämpfergummis, Kettenradträger und Kettenrad ausgestattet damit ich weniger Arbeit beim wechseln habe.
phil.701 hat geschrieben:Ich habe die Bremsscheiben v/h und das Kettenrad von der Enduro übernommen, sodass ich sie jedes Mal mit wechseln muss, wenn ich die Räder austausche. (normalerweise hat die SM auch eine größere Bremsscheibe (320mm) und einen anderen Bremssattel (4 Kolben) als die Enduro, den Umbau fände ich allerdings zu aufwändig und mir persönlich reicht die Enduro Bremse. Die SM hat auch eigentlich ein anderes Kettenrad mit mehr Zähnen, aber das war mir auch zu aufwändig was dran zu ändern.

Betreffend den Übersetzungen:
Standardmäßig ist bei der Enduro 15/45. Ritzel sollte bei mir zwischen Enduro und SM gleich sein um weniger umbauen zu müssen. Im Endeffekt habe ich mich beim SM-Satz für 15/42 entschieden. Das kann man noch locker mit dem Kettenspanner kompensieren.
Damit ist die SM um 6% kürzer Übersetzt als die "echte" 701 SM.
Bild

phil.701 hat geschrieben:Nun zu den Problemen:
ABS funktioniert generell schon, allerdings steigt es abundzu mal aus. Wenn ich konstant etwa 100 fahre ohne Lastwechsel und Bremse steigt es nach ca. 2-3min aus. Wenn ich das Motorrad neu starte funktioniert das ABS wieder.
Hat jemand von euch das ABS Problem auch, bzw. wie gelöst? ggf. selbstbau ABS Ring mit etwa 44? Sektionen vorne??
(Reifenumfang Enduro V: 220cm H:212cm SM V:188cm H 199cm)

Mit ABS hab ich bis jetzt keine Probleme, werde es aber weiter beobachten.

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Re: 701 Enduro Umbau auf Supermoto

Beitragvon ViennaDC » 15.06.18 - 22:12

Betreffend ABS:
Heute mit Dongle unterwegs gewesen und auch keine Probleme.

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Re: 701 Enduro Umbau auf Supermoto

Beitragvon phil.701 » 20.06.18 - 12:44

Kurzes Update, die Reifen/Felgen sind eingetragen.
Zur Eintragung hatte ich folgende Dokumente dabei:
-Fahrzeugschein Kopie einer ‘echten’ 701 Supermoto, wo die gleichen Felgen/Reifengrößen als Original eingetragen waren
-Tüv Teilegutachten von Akront/Excel/Behr Felgen für eine KTM 690 Enduro (Nr. 09-00010-CM-GBM-00 bei Google :)
-Reifenfreigabe der ContiAttackSM für die 701 (wichtig hier, dass die Reifen normalerweise nur bis 4,75” Felgenbreite zugelassen sind, aber es für die 5” Original KTM/Husky Felgen eine Aussnahmeregelung gibt.

Konnte den Tüv Prüfer davon überzeugen, dass es die Original Felgen der 701 SM sind (und diese weitgehend Baugleich zur 701Enduro ist) und auch die 690 Enduro sehr ähnlich der 701 Enduro ist.

Damit habe ich alles ohne Probleme eingetragen bekommen.

Leider habe ich das ABS Problem noch nicht gelöst bekommen. Kann mir da einer von euch helfen?